Ökolandbau
Biobetriebe haben gute Zukunftsaussichten

Blühende Wiese

Die Zahl der Biobetriebe im Dienstgebiet ist im letztem Jahr auf 297 gestiegen. Sie bewirtschaften insgesamt eine Fläche von 15.407 Hektar. Zahlen, die deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt liegen. Das trockene und warme Klima in Unterfranken bietet eine gute Ausgangssituation für den Ökolandbau.

In ganz Unterfranken wirtschafteten im Jahr 2025 insgesamt 1.233 Betriebe (= 13,7 % aller Betriebe) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 70.807 ha (18,8 %) nach den Kriterien des Ökologischen Landbaus. Knapp 30 % der gesamten Dauergrünlandfläche Unterfrankens und etwa 16% der Ackerfläche werden von Ökobetrieben bewirtschaftet.

Schafherde auf der Weide
Gute Aussichten für Öko-Marktfruchtbetriebe und extensive Grünlandnutzung
In den Jahren 2022 und 2023 war der Umsatz von Öko-Lebensmittel deutlich zurückgegangen. Doch erfreulicherweise hat sich dieser Trend nicht fortgesetzt, sondern die Umsätze wachsen wieder und die Nachfrage im Bereich der Marktfrüchte hat sich stabilisiert. Bei den Druschfrüchten hat sich der Preisabstand zu konventioneller Ware sogar erhöht. Die in der Region vorhandenen Lager- und Verarbeitungskapazitäten für Getreide und andere Körnerfrüchte bieten gute Absatzmöglichkeiten – auch in der Ernte. Die seit 2023 erhöhten Fördersätze im Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm für die ökologische Bewirtschaftung des gesamten Betriebs sowie die ergänzenden Angebote der Ökoregelungen der "Gemeinsamen Agrarpolitik der EU" (GAP) kommen allen Ökobetrieben zugute – insbesondere Betrieben mit extensiver Grünlandnutzung.
Vermarktung von Umstellungsware

Aufgrund der seit einigen Jahren schwachen Umstellungsrate zeigt sich der Markt für Umstellungsware, beispielsweise für Futtergetreide oder Körnerleguminosen - geerntet nach mindestens einem Jahr ökologischer Bewirtschaftung - sehr aufnahmefähig.
Es ist daher davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren Ernten aus der Umstellungszeit zu attraktiven Preisen als Umstellungsware vermarktet werden können und nicht als konventionelle Ware abgesetzt werden müssen.

Gute Zukunftsaussichten

Wenn die Betriebsleitung – idealerweise gemeinsam mit der gesamten Familie – Interesse und Offenheit für die biologische Bewirtschaftung zeigt, sind die Voraussetzungen für einen wirtschaftlich erfolgreichen Biobetrieb sehr gut. Gerne können Sie sich an unser Amt wenden, wenn Sie weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten, den Chancen und Risiken wünschen.

Ihr Ansprechpartner für den Ökolandbau

Nico Herrmann
AELF Karlstadt
Antoniusstraße 1
63741 Aschaffenburg
Telefon: 09353 7908-2052
E-Mail: poststelle@aelf-ka.bayern.de