Bis Ende Mai Anträge stellen!
Das Vertragsnaturschutzprogramm Wald fördert die Artenvielfalt
Elmar Kütt ist einer der vielen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer unserer Region, die am Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) teilnehmen. Dieses Programm fördert die naturschutzorientierte Bewirtschaftung von Wäldern.
Ziel ist, die Vielfalt an Waldlebensräumen und die darin vorkommenden Artengemeinschaften zu erhalten sowie einen Biotopverbund zu schaffen. Konkret wird der Erhalt von Biotopbäumen und von Totholz als wertvoller Lebensraum für verschiedene Insektenarten, Pilze, Moose oder Flechten gefördert.
„Ich finde das ökologisch sehr sinnvoll“, unterstreicht Kütt seine Teilnahme an dem Programm. Nach einem Waldflächentauschverfahren mit Hilfe des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) besteht sein Waldbesitz nun aus deutlich weniger, dafür aber größeren Parzellen. Angeregt und unterstützt von Mitarbeitern der Forstbetriebsgemeinschaft Arnstein hat er im letzten Jahr etliche Bäume in seinem Waldstück in Bühler ausgewählt, die nun 12 Jahre lang nicht genutzt werden dürfen. Das sind zum einen noch lebende Bäume, die mit ihren Höhlen, freiliegenden Holzkörpern, Nestern oder Pilzkonsolen wichtige Lebensräume für Vögel, Fledermäuse, Kleinsäuger, Insekten und viele weitere Artengruppen bieten. Auch etliche Tothölzer wurden in die Förderung aufgenommen. Das Totholz wird mit der Zeit zersetzt und die sich damit ständig ändernden Lebensbedingungen bieten vielfältigen Artengemeinschaften Lebensraum. Etwa ein Viertel aller Waldarten benötigt Totholz. Insekten und Pilze sind dabei die artenreichsten Gruppen. Liegendes Totholz ist überwiegend feucht und schattig, das stehende dagegen in den oberen Bereichen warm, trocken und licht. Daher ist es wichtig, dass beide Totholzarten im Wald vorhanden sind.
Biotopbäume und Tothölzer haben deutlich zugenommen

Zunderpilz
Die biologische Vielfalt im Wald hat dank dieser Maßnahmen in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Früher nur vereinzelt vorkommende Arten wie z.B. der Ästige Stachelbart sind zwischenzeitlich keine Seltenheit mehr.
Förderanträge können bis Ende Mai gestellt werden
„Es ist ein gutes Gefühl ganz praktisch etwas für den Artenschutz zu tun“, so Elmar Kütt.