Bei der Vorsorge sind alle gefragt
Gut gerüstet für den Notfall
Jüngste Ereignisse wie der Wintereinbruch in Norddeutschland und der Stromausfall in Berlin haben eindrücklich gezeigt, wie schnell unser gewohnter Alltag aus den Fugen geraten kann. Viele Menschen sind auf solche Ausnahmesituationen nur wenig vorbereitet.
In einem gemeinsamen Pressetermin im Januar 2026 informierten daher das Amt für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten Karlstadt (AELF) und das Landratsamt Main-Spessart wie mit der richtigen Vorratshaltung und technischen Hilfsmitteln der Alltag auch in Krisensituationen gemeistert werden kann
Wetterextreme oder Stromausfall können Lebensmitteleinkäufe erschweren oder sogar gänzlich unmöglich machen. Ein gewisser Lebensmittelvorrat sollte daher in jedem Haushalt vorhanden sein, unterstrich Gabriele Royackers, die im AELF für Ernährungsfragen verantwortlich ist. Welche Produkte sich hier anbieten, hatte sie anschaulich auf einem Tisch zusammengestellt. Haltbare Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen, sind hier die erste Wahl.
„Bedenken Sie auch, dass in den meisten Haushalten ohne Strom nicht gekocht werden kann“, so Royackers. Daher sollten die Vorräte auch ohne Erhitzen genießbar sein.

„Es macht zum Beispiel keinen Sinn Fischkonserven in die Speisekammer zu legen, die niemand in der Familie mag und die dann nach Ablauf der Haltbarkeit in der Mülltonne landen. Lieber zwei Packungen des Lieblingsmüslis in den Schrank legen und diese regelmäßig verbrauchen und ersetzen.“ Ziel ist, dass jede Person sich mindestens drei Tage, besser sogar 10 Tage ohne Einkäufe sicher versorgen kann. Die Vorräte sollten regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden.
Bei einem Stromausfall werden zudem die betreffenden Feuerwehrhäuser als sogenannte „Leuchttürme“ bereits nach kurzer Zeit besetzt. Wenn Telefon und Handy nicht funktionieren, kann man dort – etwa bei einem ärztlichen Notfall - einen Notruf absetzen und Hilfe erhalten.
„Das Bewusstsein für die Bedeutung der Vorsorge ist seit Corona gewachsen“, stellte Jan Heilos fest, der am Landratsamt für den Bereich Zivilschutz/Zivile Verteidigung zuständig ist. Das Krisenbewusstsein zu stärken, ohne Panik zu erzeugen, sei eine gemeinsame Aufgabe.
Ziel der Vorsorge ist es, den Alltag auch in schwierigen Situationen zunächst aufrechterhalten zu können, bevor der Staat – falls nötig – Unterstützung leistet.



